Matcha erlebt in den letzten zwei Jahren einen echten Boom. Ich trinke ihn bereits seit 2015 fast täglich. Ich habe damals schon gemerkt, dass ich Kaffee nicht gut vertrage. Meinen Matcha habe ich zu diesem Zeitpunkt nur in einem speziellen Reformhaus bekommen und ich musste allen immer erstmal erklären was das eigentlich ist. Nun habe ich einen ausführlichen Matcha-Guide für euch geschrieben.
Mittlerweile findet man Matcha überall und er ist zu einem richtigen Trend-Getränk geworden. Doch was genau ist Matcha eigentlich? Welche gesundheitlichen Vorteile bietet er? Und warum ist die Qualität entscheidend? In diesem ausführlichen Matcha-Guide erfährst du alles, was du über Matcha wissen solltest.

Matcha-Guide Überblick
- Was ist Matcha?
- Gesundheitliche Vorteile von Matcha
- Warum Qualität bei Matcha entscheidend ist
- Ceremonial Grade oder Culinary Grade?
- Warum Matcha mehr als nur ein Trend ist
- Tipp zum Abschluss
- Matcha-Latte Rezept
Was ist Matcha?
Matcha ist ein fein vermahlenes Pulver aus speziell angebauten Grünteeblättern. Ursprünglich stammt Matcha aus China, wurde jedoch in Japan perfektioniert und ist heute fester Bestandteil der japanischen Teekultur, insbesondere der traditionellen Teezeremonie.
Anders als gewöhnlicher Grüntee werden beim Matcha die ganzen Teeblätter konsumiert – und damit alle enthaltenen Nährstoffe.
Besonderheiten im Anbau
- Die Teepflanzen (meist Tencha) werden etwa 3–4 Wochen vor der Ernte beschattet
- Dadurch steigt der Gehalt an Chlorophyll und L-Theanin
- Die Blätter werden schonend gedämpft, getrocknet und steinvermahlen
Das Ergebnis: ein intensiv grünes, aromatisches Pulver mit einzigartigem Geschmack.
Gesundheitliche Vorteile von Matcha
Matcha gilt als besonders nährstoffreich, da das ganze Blatt konsumiert wird. Ein zentraler Bestandteil sind sogenannte Catechine, insbesondere EGCG (Epigallocatechingallat), die zur Gruppe der Antioxidantien gehören. Antioxidantien helfen dem Körper, freie Radikale zu neutralisieren, die mit Zellschäden in Verbindung gebracht werden. Dadurch kann Matcha einen Beitrag zum Schutz der Zellen leisten und das Immunsystem unterstützen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die spezielle Kombination aus Koffein und L-Theanin. Zwar enthält Matcha ähnlich viel oder sogar etwas mehr Koffein als eine Tasse Kaffee, jedoch sorgt das enthaltene L-Theanin dafür, dass das Koffein langsamer und gleichmäßiger freigesetzt wird. Das Ergebnis ist eine langanhaltende, stabile Energie ohne den typischen „Kaffee-Crash“. Viele Menschen berichten von einer verbesserten Konzentrationsfähigkeit und mentalen Klarheit, ohne sich nervös oder überdreht zu fühlen.
Darüber hinaus deuten Studien darauf hin, dass die enthaltenen Catechine den Stoffwechsel unterstützen können. Matcha wird daher häufig im Zusammenhang mit einem aktiven Lebensstil und Gewichtsmanagement genannt. Wichtig ist jedoch: Matcha ist kein Wundermittel, sondern eine sinnvolle Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung und gesunden Lebensweise.

Warum Qualität bei Matcha entscheidend ist
Da beim Matcha das gesamte Teeblatt verzehrt wird, ist die Qualität besonders wichtig. Minderwertiger Matcha kann nicht nur geschmacklich enttäuschen, sondern unter Umständen auch höhere Schadstoffbelastungen aufweisen. Außerdem enthält günstiger Matcha häufig weniger wertvolle Inhaltsstoffe, da ältere Blätter oder weniger sorgfältige Verarbeitungsmethoden verwendet werden.
Ein hochwertiger Matcha zeichnet sich durch seine intensive, leuchtend grüne Farbe aus. Diese entsteht durch den hohen Chlorophyllgehalt und ist ein Indikator für sorgfältige Beschattung und frische Verarbeitung. Wirkt das Pulver eher gelblich oder bräunlich, deutet das häufig auf mindere Qualität oder falsche Lagerung hin.
Auch der Geschmack ist ein klares Qualitätsmerkmal. Hochwertiger Matcha schmeckt mild, leicht süßlich und angenehm cremig mit einer feinen Umami-Note. Starke Bitterkeit hingegen weist oft auf minderwertige Blätter oder unsachgemäße Verarbeitung hin. Ebenso sollte das Pulver extrem fein sein, fast wie Puderzucker, da es traditionell in Granitmühlen sehr langsam vermahlen wird.
Die Herkunft spielt ebenfalls eine Rolle. Matcha aus renommierten Anbaugebieten in Japan wie Uji, Nishio oder Kagoshima genießt weltweit einen besonders guten Ruf. Diese Regionen verfügen über langjährige Erfahrung, optimale klimatische Bedingungen und strenge Qualitätsstandards.

Ceremonial Grade oder Culinary Grade?
Beim Kauf stößt man häufig auf die Begriffe „Ceremonial Grade“ und „Culinary Grade“. Ceremonial Grade bezeichnet die höchste Qualitätsstufe und eignet sich ideal für den puren Genuss als Tee. Er überzeugt durch sein besonders feines Aroma und seine milde Süße. Culinary Grade hingegen ist etwas kräftiger und herber im Geschmack und wird bevorzugt zum Kochen, Backen oder für Matcha Latte verwendet.
Wer Matcha regelmäßig als Tee trinken möchte, sollte daher in einen hochwertigen Ceremonial Grade investieren. Für Smoothies oder Desserts reicht meist eine gute Culinary-Qualität aus.
Fazit: Warum Matcha mehr als nur ein Trend ist
Matcha ist weit mehr als ein Instagram-Getränk. Er kombiniert:
- Jahrhundertealte Tradition
- Wissenschaftlich untersuchte Inhaltsstoffe
- Sanfte Energie
- Achtsamkeit & Ritual
Wer auf hochwertige Qualität achtet, profitiert nicht nur geschmacklich, sondern auch gesundheitlich.

Tipp zum Abschluss
Lagere Matcha immer:
- Luftdicht
- Kühl
- Lichtgeschützt
So bleiben Aroma, Farbe und Nährstoffe bestmöglich erhalten. Matcha kann warm und kalt zubereitet werden. Ein Rezept für einen kalten Kokos-Vanille Matcha findest du hier.
Ich trinke täglich den Bio-Matcha von Inner Sparkle. Dieser hat Zeremonie-Qualität, eine leichtend grüne Farbe und ein ganz tolles Aroma.

Matcha-Latte Rezept
Zutaten
- 2 Bambuslöffel Matchapulver (oder 1 gestrichener TL)
- Wasser
Für den cremigen Milchschaum:
- 100 ml Pflanzenmilch (ich nehme Mandel- oder Cashewmilch)
- 1 EL Kollagen Creamer (optional)
- 1 Prise Zimt
Anleitungen
- Gib 2 Bambuslöffel (oder 1 gestrichenen TL) Matchapulver in eine Schüssel oder Tasse.
- Gieße etwas heißes Wasser (nicht heißer als 80 Grad) über den Matcha, sodass er leicht bedeckt ist.
- Mixe den Matcha mit einem Matcha Besen in Z-förmigen Bewegungen cremig, bis ein leichter Schaum entsteht. Wenn du den Matcha in einer Mixing Bowl zubereitet hast, kannst du ihn dann in eine Tasse gießen.
- Gieße anschließend noch mehr heißes Wasser dazu, bis die Tasse zur Hälfte gefüllt ist.
- Gib die Pflanzenmilch zusammen mit dem Kollagen Creamer in einen Milchaufschäumer. Alternativ kannst du sie auch in einem Topf erwärmen und mit einem Stabmilchaufschäumer cremig mixen.
- Gieße die warme und schaumige Milch über den Matcha.
- Gib eine Pire Zimt darüber und genieße deinen Matcha-Latte.
Lass es mich gerne auf Facebook, Instagram oder in den Kommentaren wissen, wenn du das Rezept ausprobiert hast!
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